
Kommunalwahl
11.09.2011 - 18:00 UhrCountdown
abgelaufen
Weiter für Schüttorf
2011 - 2016
Unsere Ziele
Wofür stehen wir und was wollen wir in der nächsten Legislaturperiode erreichen ?
Der Rückblick hat gezeigt, dass in den letzten fünf Jahren vieles auf den Weg gebracht wurde. Es sind aber noch ein „paar Baustellen“ geblieben, die in der neuen Legislaturperiode „angepackt“ und abgearbeitet werden müssen. Darüber hinaus kommen neue Herausforderungen auf
Schüttorf zu, denen wir uns mit Engagement, Kreativität und Verlässlichkeit gerne wie folgt stellen wollen.
1.
Sicherlich ist an erster Stelle die Problematik „Komplex“ zu nennen. Der jetzige Zustand ist nicht befriedigend und für die Zukunft auch nicht mehr tragfähig. Es ist an der Zeit, die hervorragende Arbeit des „Komplex“ auch zukünftig so zu unterstützen, dass sowohl die Jugendarbeit aber auch der sich mittlerweile zu einem Alleinstellungsmerkmal entwickelte kulturelle Schwerpunkt den Schüttorfern erhalten bleibt. Hierzu werden erhebliche finanzielle Anstrengungen notwendig sein, die dann aber mit Sicherheit gut angelegt sind. Neben der Klärung der Standortfrage wird es daher erforderlich sein, mit allen Beteiligten aus einem Zukunftskonzept heraus das „Komplex“ neu aufzustellen.
2.
Das Bürgerzentrum Kirchschule wird kommen und nach unserer Überzeugung aufgrund der gefundenen Nutzungen sicherlich sehr gut von den Schüttorfern angenommen werden. Im Gebäude bestehen aber noch räumliche Möglichkeiten und Reserven, die eine oder andere Nutzung noch unterzubringen. Hier gilt es also, das Konzept weiter zu entwickeln, vorhandene Reserven sinnvoll zu besetzen und das Projekt Bürgerzentrum Kirchschule noch abzurunden.
3.
Für den Kreuzungsbereich Quendorfer Straße/ Nordring haben wir bereits eine Veränderungssperre erlassen. Nach den guten Erfahrungen, die wir mit unseren anderen Kreisverkehren gemacht haben, ist es unser langfristiges Ziel auch hier einen Kreisverkehr zu bauen. Dies geht nicht von heute auf morgen, andere Träger sind mit einzubeziehen und der erforderliche „Platz“ muss auch vorhanden sein , aber wir werden es angehen.
4.
Die Problematiken Kindergartengebühren und Renovierungsstau an den Schulen haben in der Vergangenheit gezeigt, dass man seine Aufgaben nicht immer nur auf die lange Bank schieben kann. Die städtische Infrastruktur muss zukünftig laufend und ständig hinterfragt und verbessert werden. Die Schaffung eines kommunalen Gebäudemanagements ist daher dringend von Nöten. Die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft WGS könnte hier zukünftig derartige Aufgaben mit übernehmen, dies insbesondere im Hinblick darauf, dass mittlerweile aus dem Altbestand eine Vielzahl von alten Gebäuden veräußert und privatisiert werden konnten. Die hieraus erzielten Mittel haben uns i. ü. auch in den schlechten Jahren 2009 und 2010 sehr geholfen. Hier werden also Kräfte frei, die sinnvoll und kontinuierlich in die Hege und Pflege des bestehenden Gebäudebestands der Stadt und Samtgemeinde investiert werden können.
5.
Das Gewerbe – und Industriegebiet hat sich sehr gut entwickelt. Die bereits geplante Ausweitung muss nun zügig abgeschlossen werden, damit wir in Schüttorf ausreichend Flächen für Interessenten anbieten können. Wie die Umsiedlung Stemman gezeigt hat, schlafen unsere Nachbargemeinden nicht ! Hierbei muss aus unserer Sicht verstärkt auch der Blick auf die Anwerbung von Betrieben aus den sogenannten Zukunftstechnologien gelegt werden. Daneben dürfen wir aber auch „die Pflege“ unserer bestehenden Betriebe nicht vergessen, vielleicht haben wir da in der Vergangenheit in der Politik auch ein bisschen „geschludert“. Die Sorgen aber auch die Wünsche der Betriebe müssen uns wichtig sein, auch dies hat die sogenannte Krise eindrucksvoll vor Augen geführt. Mit der neu gegründeten Interessengemeinschaft der dortigen Betriebe hat sich darüber hinaus ein kompetenter Ansprechpartner gebildet, so dass die Wege hier in der Zukunft sicherlich auch kürzer werden.
6.
Die Schullandschaft in Schüttorf wird sich verändern. Die Oberschule wird kommen. Die CDU spricht sich eindeutig gegen die Einrichtung eines gymnasialen Zweigs an der neuen Schule aus. Bereits jetzt sind die Folgen des demographischen Wandels zu spüren. Die Schülerzahlen werden sich gerade in der kommenden Legislaturperiode dramatisch reduzieren. Da macht ein weiteres Gymnasium neben den bereits bestehenden und von den Schüttorfer Schülern mittlerweile wieder hervorragend angenommenen Schulen in Bad Bentheim und Bardel keinen Sinn. Man nimmt sich dann lediglich gegenseitig die Schüler weg, mit der Folge, dass an keiner Schule mehr ein ordentliches und den Bedürfnissen der Schüler entsprechendes Kursangebot vorgehalten werden kann. Was nutzt ein gymnasialer Zweig in Schüttorf, wenn man hier später sein Abitur nur in ganz wenigen Kursen ablegen kann. Die Eltern und Schüler werden ihre Entscheidung dann wohl wieder mit den Füßen treffen und in Ochtrup und Rheine wird man sich wieder die Hände reiben. Ein gymnasialer Zweig in Schüttorf zerstört die gerade erst wieder aufgebaute gute Schulstruktur in der Obergrafschaft und ist daher mit uns nicht zu machen. Manchmal muss man eben auch über den Tellerrand hinausschauen.
7.
Der demographische Wandel wurde gerade schon angesprochen. Neben der sinkenden Zahl der Neugeborenen steigt der Anteil an älteren Mitbürgern deutlich an. Diese auch in Schüttorf nicht aufzuhaltende Entwicklung muss zukünftig bei allen politischen Entscheidungen berücksichtigt werden. Schüttorf wird älter und das nicht im Hinblick auf das Alter der Stadt, sondern die Bevölkerung. Aber auch ältere Mitbürger können und wollen jung bleiben. Durch die Unterstützung und Weiterentwicklung von Angeboten auch für unsere Senioren wollen wir diesem Umstand Rechnung tragen. Sport im Alter, Heimatkunde – und pflege, Musik und Konzerte, Literatur und Vorträge, die neue Sporthalle, das Bürgerzentrum Kirchschule und das Komplex sind als Angebote an unsere Senioren nicht nur bestens geeignet, sondern geradezu notwendig.
8.
Eine wichtige Aufgabe ist auch angesichts der demographischen Entwicklung die Schaffung eines Netzwerkes zum Ausbau der innerörtlichen Verknüpfung von Vereinen, Verbänden, Interessengemeinschaften usw. Viele tolle Angebote können so noch besser koordiniert und dem Bürger nahe gebracht werden. Darüber hinaus kann es doch nicht sein, dass es aufgrund fehlender Absprachen immer mal wieder zu Terminüberschneidungen bei Veranstaltungen kommt. In Schüttorf müssen wir alle an einem Rad drehen, das Pluspunktbüro könnte hier beispielsweise die Koordination übernehmen.
9.
Mit der Errichtung des Mevlana-Platzes haben wir in Schüttorf bereits ein deutliches Zeichen zur Integration unserer islamischen, insbesondere türkischen bzw. türkischstämmigen Mitbürger gesetzt. Darauf können wir uns aber nicht beschränken, die Integration, dass Verstehen und das Miteinander muss auch inhaltlich weiter ausgefüllt werden. Wir freuen uns, dass wir mit Ömer Yagci einen Kandidaten gefunden haben, der insbesondere von seiner Biographie her, aber auch inhaltlich hiefür steht und sicherlich ein tolles Bindeglied werden kann. Diesen Ansatz müssen wir in Schüttorf aber noch ausbauen und weiter entwickeln, denn es leben eine Vielzahl von weiteren Mitbürgern mit unterschiedlichstem Migrationshintergund unter uns, die wir auch mit in unsere Gemeinde einbinden müssen.
10.
Letztlich steht für die Stadt noch eine besondere „Integration“ an. Die Gemeinde Suddendorf wird in die Stadt Schüttorf eingemeindet. Nun, die Zeiten ewiger Rivalität sind wohl schon seit langem vorbei. Beide Gemeinden sind in den letzten Jahren ohnehin fast zusammengewachsen. Schüttorfer leben in Suddendorf, Suddendorfer spielen in Schüttorf Handball oder Fußball und umgekehrt., eigentlich ist man sich doch ganz nahe. Aber es gibt auch eigene Identitäten, Befindlichkeiten und unterschiedliche Problematiken. Die Paragraphen der geschlossenen Verträge müssen nun mit Leben gefüllt werden. Hierbei wollen wir zum Wohle der Schüttorfer und Suddendorfer, die nun bald auch Schüttorfer sind, mithelfen und den Eingemeindeprozess für alle Mitbürger zu einem Erfolg machen.
So wollen wir weiter machen...
Bitte geben Sie uns dafür am 11. September Ihre Stimmen.
Ihre Kandidaten der CDU Schüttorf